Zuschuss

Förderung der Provenienzforschung im Bereich „NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut“ (NS-Raubgut)

Projektförderung für Provenienzforschung zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut (NS-Raubgut) inklusive Einzelfallrecherchen (Erstchecks), Bestandsprüfungen und längerfristigen Forschungsprojekten. Anträge für langfristigen Forschungsbedarf sind jeweils bis zum 01.04. und 01.10. eines Jahres einzureichen, für kurzfristigen Forschungsbedarf jederzeit.

Kultur Wissenschaft

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Förderkriterien

Bewerbungslevel: Fortgeschritten
Region: Deutschland (bundesweit)
Fördersumme: bis 400.000 €
Förderquote: bis 100%
Projektdauer: 1 - 60 Monate

Förderziel

Ziel der Förderung ist die Identifikation, Dokumentation und Erforschung von Kulturgütern, die zwischen 1933 und 1945 NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden. Gefördert werden systematische Bestandsprüfungen in Museen, Bibliotheken, Archiven und Universitäten sowie Einzelfallrecherchen, Erbenermittlungen, Digitalisierung von Archivmaterialien und die Entwicklung nachhaltiger Methoden der Provenienzforschung. Übergeordnete Absicht ist die Stärkung von Standards in der Dokumentation, die Vernetzung von Forschungsergebnissen und die Vermittlung gerechter Lösungen gemäß Washingtoner Prinzipien und Gemeinsamer Erklärung.

Förderfähige Ausgaben

  • Personalstellen
  • Werkverträge
  • Reisekosten
  • Sachausgaben
  • Digitalisierung von Archivalien

Nicht förderfähige Ausgaben

  • Anschaffung von Immobilien
  • Anwalts- und Mediationskosten

Antragsberechtigt

  • Öffentliche Einrichtungen
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Bildungseinrichtungen
  • Unternehmen
  • Privatpersonen
  • Existenzgründer/innen

Zuwendungsvoraussetzungen

  • Hauptsitz oder Geschäftssitz in Deutschland
  • Eigentümer- oder Verfügungsberechtigung an den zu untersuchenden Objekten
  • Vorliegen von Verdachtsmomenten auf NS-Raubgut
  • Verpflichtung zu fairen Lösungen gemäß Washingtoner Prinzipien und Gemeinsamer Erklärung

Benötigte Dokumente zur Bewerbung

  1. Antragsformular
  2. Finanzierungsplan
  3. Verwendungsnachweis (zahlenmäßig)
  4. Sachbericht
  5. Zwischen- und Abschlussberichte

Bewertungskriterien

  • Relevanz für die Provenienzforschung
  • Methodik und Forschungsdesign
  • Nachhaltigkeit der Projektergebnisse

Beschreibung

Das Programm zur Förderung der Provenienzforschung im Bereich „NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut“ richtet sich an öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen, Bildungsträger, Unternehmen sowie Privatpersonen mit Sitz in Deutschland, die Verdachtsmomente auf NS-Raubgut im eigenen Bestand aufweisen. Gefördert werden Einzelfallrecherchen (Erstchecks), systematische Bestandsprüfungen in Museen, Bibliotheken, Archiven und Universitäten sowie längerfristige Forschungs- oder Erbenermittlungsprojekte. Antragstellende können Ausgaben für befristete Personalstellen, Werkverträge, Reisekosten, Sachmittel und die Digitalisierung von Archivbeständen bis zu einer Gesamtsumme von 400.000 € (Förderquote bis 100 %) abdecken. Kurzfristige Vorhaben sind mit bis zu 40.000 € vollfinanziert und jederzeit einreichbar, während Anträge für langfristigen Forschungsbedarf jeweils zum 01. April und 01. Oktober eines Jahres möglich sind. Die Projektlaufzeit variiert von einem bis zu 60 Monaten, abhängig vom Umfang und der Art der Vorhaben.

Im Zentrum steht die Identifikation und Dokumentation NS-verfolgungsbedingt entzogener Objekte zwischen 1933 und 1945 sowie die Entwicklung nachhaltiger Methoden der Provenienzforschung. Ziel ist die Stärkung wissenschaftlicher Standards, die Vernetzung von Forschungsergebnissen und die Förderung gerechter Lösungen gemäß den Washingtoner Prinzipien und der Gemeinsamen Erklärung. Voraussetzung für eine Förderung ist die Verpflichtung zu transparenter Dokumentation, fairen Restitutionsverfahren und Berichterstattung – von Zwischen- über Abschlussberichte bis zur Meldung gefundener Objekte in der Lost Art-Datenbank. Mit dieser Initiative trägt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein für Provenienzforschung zu schärfen und Wege zu gerechten Lösungen für NS-Raubgut aufzuzeigen.

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