Zuschuss

Einstein Guest Researcher (Wissenschaftsfreiheit)

Förderung bedrohter oder in ihrer Wissenschaftsfreiheit eingeschränkter promovierter Forschender für bis zu zwölf Monate Stipendium („Immediate support“) bzw. bis zu zwei Jahre Stelle („Advanced support“) an Berliner Universitäten.

Wissenschaft

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Förderkriterien

Bewerbungsfrist: Fortlaufend
Bewerbungslevel: Fortgeschritten
Region: Berlin
Fördersumme: Max. 2.100 € / Monat (Immediate support), Entgeltgruppe TV-L 13 + max. 30.000 € Sachmittel (Advanced support)
Förderquote: 100%
Projektdauer: 12 - 24 Monate

Förderziel

Das Programm fördert die Wissenschaftsfreiheit, indem promovierten Forschenden, die in Krisengebieten bedroht sind oder in ihren Heimatländern in ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit eingeschränkt werden, ein Forschungsaufenthalt an einer der antragsberechtigten Berliner Hochschulen ermöglicht wird. Es stärkt das Profil Berlins als tolerante, weltoffene Forschungsstadt und unterstützt die Integration in das deutsche Wissenschaftssystem.

Förderfähige Ausgaben

  • Stipendium/Entgelt (TV-L 13)
  • Sachmittel (Sprachkurse, Fortbildungen, Publikationen)
  • Personalkosten studentischer Hilfskräfte (nur Advanced support)

Nicht förderfähige Ausgaben

  • Overhead-Kosten
  • Nebenkosten für Stipendien
  • Grundausstattung (Computer, Möbel, etc.)
  • Umzugskosten

Antragsberechtigt

  • Öffentliche Einrichtungen

Zuwendungsvoraussetzungen

  • Gastgebende Universität in Berlin (FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin, UdK Berlin oder Charité) muss als Antragsteller fungieren
  • Promovierte Wissenschaftler:innen mit Nachweis einer akuten Bedrohung oder Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit
  • Ausschluss deutscher, schweizerischer, norwegischer und EU-Staatsangehöriger sowie "Bildungsinländer:innen"
  • Promotion zum Antragstermin abgeschlossen

Benötigte Dokumente zur Bewerbung

  1. Antragsformular
  2. Lebenslauf mit Publikationsliste
  3. Unterstützungsschreiben der gastgebenden Einrichtung
  4. Kurzbeschreibung des Projekts (Attachment C)
  5. Finanzierungsplan (Attachment D)

Bewertungskriterien

  • Nachweis der Bedrohung oder Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit
  • Wissenschaftliche Qualifikation und Publikationsnachweis
  • Passfähigkeit des Forschungsvorhabens zur gastgebenden Einrichtung
  • Integrationsperspektive in das deutsche Wissenschaftssystem

Beschreibung

Das Stipendienprogramm fördert promovierte Wissenschaftler:innen, deren Forschung durch politische Umstände oder akute Bedrohung in den Heimatländern stark eingeschränkt ist. Antragstellende öffentliche Hochschulen in Berlin – Freie Universität, Humboldt-Universität, Technische Universität, Universität der Künste oder Charité – schlagen Kandidat:innen vor, die dort ein bis zwei Jahre anwendungsorientierte oder eigenständige Projekte in einem förderfähigen Fachgebiet durchführen. Die Einstein Stiftung übernimmt 100 % der förderfähigen Personal- und Sachkosten: Bei „Immediate Support“ stehen monatlich bis zu € 2.100 als Stipendium und bis zu € 5.000 für Fortbildungen, Sprachkurse und Publikationen zur Verfügung. Im Rahmen von „Advanced Support“ wird eine Stelle in Entgeltgruppe TV-L 13 finanziert und zusätzlich ein Sachmittelbudget von bis zu € 30.000 bereitgestellt. Ausgaben für Grundausstattung, Overhead, Umzug oder Nebenkosten sind ausgeschlossen.

Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Promotion, ein Nachweis der akuten Gefährdung der Wissenschaftsfreiheit sowie ein detaillierter Projekt- und Finanzierungsplan. Ein Unterstützungsschreiben der gastgebenden Einrichtung muss die fachliche Passfähigkeit und Integrationsperspektive in das deutsche Forschungssystem belegen. Anträge können jederzeit eingereicht werden und unterliegen einer Begutachtung durch externe Expert:innen sowie der Entscheidung des Stiftungsvorstands. Das Programm stärkt das internationale Profil Berlins als weltoffene Forschungsmetropole und unterstützt den langfristigen Ausbau sicherer Netzwerke für gefährdete Wissenschaftler:innen. Zwischen- und Abschlussberichte sichern eine transparente Mittelverwendung und dokumentieren die erfolgreiche Integration in die Berliner Wissenschaftslandschaft.

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