Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz 2025–2027
Bundesweite Förderinitiative der DFG zur Sicherung gefährdeter Forschungsdaten aus im Ausland befindlichen Repositorien und zum Ausbau der Datenresilienz; Anträge für 2026 und 2027 können jederzeit bis zum 30.09.2027 eingereicht werden.
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Förderkriterien
Förderziel
Die Initiative verfolgt das Ziel, Datensätze und Forschungsergebnisse aus im Ausland befindlichen Repositorien, die für die deutsche und europäische Forschung von hoher Bedeutung sind und deren Verfügbarkeit oder Integrität gefährdet ist, zu sichern und erneut zugänglich zu machen. Gefördert werden Maßnahmen zur Beschaffung von Speicherkapazitäten, personelle Ressourcen für Erschließung, Kuratierung und fachliche Aggregierung, Einbindung in überregionale oder europäische Strukturen, rechtliche Prüfungen sowie die Entwicklung von Rahmenbedingungen und Technologien zur Integration entsprechender Repositorien in Verbünde.
Förderfähige Ausgaben
- Personalmittel
- Sachmittel
- Investitionen
- Speicherkapazitäten
- Rechtliche Prüfungen
Nicht förderfähige Ausgaben
- Personalkostensteigerungen
Antragsberechtigt
- Bildungseinrichtungen
- Gemeinnützige Organisationen
- Öffentliche Einrichtungen
- Privatpersonen
Zuwendungsvoraussetzungen
- Angehörigkeit zu wissenschaftlichen Informationsinfrastruktureinrichtungen
- Abgeschlossene Promotion oder vergleichbare Qualifikation
- Gemeinnützigkeit der Einrichtung
- Standort in Deutschland
Benötigte Dokumente zur Bewerbung
- Projektbeschreibung
- Lebenslauf
- Finanzierungsplan
Beschreibung
Die Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz 2025–2027 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt eine bundesweit zugängliche Förderung in Form von Zuschüssen bereit. Ziel ist die Rettung und Wiederherstellung von Forschungsdaten aus ausländischen Repositorien, deren Verfügbarkeit oder Integrität für die deutsche und europäische Wissenschaft essenziell ist. Gefördert werden insbesondere Maßnahmen zur Beschaffung zusätzlicher Speicherkapazitäten, personelle Ressourcen für Erschließung, Kuratierung und fachliche Aggregierung sowie rechtliche Prüfungen. Zudem können Rahmenbedingungen und Technologien zur Integration gesicherter Datensätze in überregionale oder europäische Strukturen unterstützt werden. Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler:innen und gemeinnützige Einrichtungen wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen, darunter Bibliotheken, Archive, Museen, Forschungssammlungen sowie Forschungsdaten- und Rechenzentren mit Sitz in Deutschland. Projekte können eine Laufzeit von bis zu 24 Monaten umfassen, Anträge für die Förderjahre 2026 und 2027 sind fortlaufend bis zum 30. September 2027 einreichbar.
Die Initiative deckt Personalmittel, Sachmittel, Investitionen und Speicherkapazitäten ab; nicht gefördert werden Kostensteigerungen im Personalbereich. Geförderte Vorhaben sollen in englischer Sprache auf 5–10 DIN-A4-Seiten präsentiert werden und eine klare Bedarfslage, Zielstruktur sowie Nachhaltigkeitskonzepte enthalten. Als Nachweise im Antragsverfahren sind eine Projektbeschreibung, ein Lebenslauf der Antragstellenden und ein Finanzierungsplan vorzulegen. Einbindung in bestehende Infrastrukturen wie NFDI oder EOSC wird begrüßt. Durch die Förderung wird eine robuste, redundante Daten-Infrastruktur geschaffen, die dem europäischen Forschungsraum zugutekommt und langfristig den freien Zugang zu kritischen Datenbeständen sichert.
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